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Ein Leben mit der Histamin Intoleranz I: die Symptome

Jeder, der an einer Histamin Interolanz leidet, kennt diese Situation. Man bestellt ein Essen und ein Wasser. Der Gegenüber schaut einen irritiert an und fragt, warum man xyz nicht essen/trinken darf. Die Antwort führt oft zu Augenrollen. Bitte, bitte, liebe Menschen, lasst den Leuten ihre Interolanzen, denn sie haben sie sich in der Regel nicht selbst ausgesucht. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es manchmal ganz schön nervig sein kann, wenn die Freundin oder der Freund vier der fünf Lieblingsrestaurants meiden muss wegen seiner gefühlt 1946484 Interolanzen. Aber man sollte es sich nicht anmaßen zu wissen, ob der andere sich anstellt oder nicht. Denn die Symptome von Intoleranzen können ziemlich übel ausfallen – so auch bei der Histamin Intoleranz.

Was sind Histamine?

Da ich es nicht besser erklären könnte, kopiere ich euch hier eine Erklärung von netdoktor:

Histamin übt als biologischer Botenstoff verschiedene Funktionen im Körper aus. Es regt beispielsweise die Magensaftsekretion an, erweitert die Blutgefäße und senkt damit den Blutdruck. Als Nervenbotenstoff (Neurotransmitter) reguliert Histamin unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Appetitkontrolle, die Lernfähigkeit, das Gedächtnis und die Emotionen. Vor allem aber fungiert Histamin als Vermittler (Mediator) von Entzündungsprozessen bei allergischen Reaktionen und löst die typischen Allergie-Symptome wie Hautrötung, Quaddelbildung, Juckreiz, Unwohlsein, Erbrechen, Durchfall, Asthmaanfälle und Kopfschmerzen aus. Diese Symptome können auch bei einer Histaminintoleranz vorkommen.

Das Auftreten der Symptome bei Histamin Intoleranz

Ich leide seit ca. 10 Jahren an einer Histamin Intoleranz. Es kam total plötzlich und wirklich sehr sehr unschön inklusive Atembeschwerden, Luftnot, Hautausschlag und Bauchschmerzen. Aber wie schnell treten die Symptome bei einer Histamin Intoleranz eigentlich auf? Nach einer Studie an 141 Betroffenen, treten bei 41% der Betroffenen die Symptome bereits wenige Minuten, bei 47% wenige Stunden nach dem Verzehr der entsprechenden Nahrungsmittel auf. Nur etwa 12% berichten von Symptomen an darauffolgenden Tagen. Ich gehöre zu den 47 % bei denen die Symptome nach wenigen Stunden eintreten. Also auch hier: keine Vorurteile oder Verurteilungen bitte – jeder Jeck ist anders. 🙂

Das Erkennen der Symptome bei Histamin Intoleranz

Bei einer Histamin Intoleranz ist es besonders schwierig sie direkt als solche zu identifizieren, weil die Symptome zahlreich sind und sehr unterschiedlich ausfallen können. Es gibt gewisse Symptomgruppen, die am häufigsten auftreten:

  • Herz-Kreislaufsystem
  • Haut / Schleimhäute
  • Verdauung

Oft treten mehrere Symptome einer dieser Kategorien gehäuft auf. Oft treten einige Symptome gemeinsam auf, es können sich aber auch nur einzelne Symptome bemerkbar machen. Dies ist individuell unterschiedlich und auch abhängig von den Nahrungsmitteln oder zusätzlichen Intoleranzen.

In der eben benannten und verlinkten Studie schaute man sich ebenfalls die Verteilung dieser Symptome an:

Am häufigsten waren Kopfschmerzen (38%) und Flush (36%; Hautrötungen im Gesichts- und Halsbereich), gefolgt von Bauchschmerzen (31%), Durchfall (26%), Nasenrinnen bzw. Nasenschleimhautschwellung (19%). Blähungen und Übelkeit konnte jeweils mit etwa 17% verzeichnet werden, gefolgt von Herzrasen mit nur noch etwa 12%. Weniger oft, aber immer noch in mehr als 5% der Fälle, kommen Ausschlag, juckende Haut, Müdigkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme vor. Exakt diese Symptome kann ich auch nur bestätigen. Als Migränepatientin sind für mich die Kopfschmerzen besonders tragisch.

Sollten dir die oben aufgezählten Symptome bekannt vorkommen bei Einnahme von Lebensmitteln wie lange gereiftem Käse, Wein, Schokolade, Energy Drinks, Kaffee, Nüsse usw., solltest du einen Arzt aufsuchen, um dich auf eine Histamin Intoleranz untersuchen zu lassen.

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